customdeign4u.de
login logout Registrieren

 

Home

Kontakt

Suche

Hilfe

Forum

Informationen zum Thema Produktdesign

(Aus Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Produktdesign

Die Dienstleistung Produktdesign, auch Industriedesign (engl: Industrial Design) genannt, befasst sich mit den Produkten, die uns umgeben. Dabei werden im Allgemeinen zwei Produkt-Kategorien unterschieden: Konsum-, sowie Investitionsgüter. Für beide gilt: Der Designer bekommt von einem Hersteller den Auftrag, ein Produkt (neu) zu gestalten, oder er stellt sich selbst eine Aufgabe, deren Ergebnis er dann später einem Hersteller anbietet. Grundlegende Anforderung, die der Industriedesigner bei seiner Arbeit berücksichtigen muss, ist die Umsetzbarkeit seines Entwurfs in einen industriellen Fertigungsprozess. Er ist nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen (Massen)-Produktion hergestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

    1 Arbeitsgebiete
        1.1 Konsumgüter
        1.2 Investitionsgüter
    2 Das Gestalten von Produkten
        2.1 Designprozess
    3 Analyseaspekte
    4 Der Begriff Produktdesign
    5 Das Berufsbild des Industrie Designers
    6 Verbände

1. Arbeitsgebiete

1.1 Konsumgüter

Unter den Bereich der Konsumgüter (Beispiele), das heißt Produkte des persönlichen Gebrauchs, fallen:

    Haushaltsgeräte (Kaffeemaschine, Mixer, Waschmaschine, Rasenmäher, elektrischer Rasierer, Leuchten)
    Werkzeuge (Geräte für Behinderte)
    Spielzeuge Spielmittelgestaltung
    Fahrzeuge (PKW, Motorräder, Roller, Fahrräder)
    Möbel, siehe Möbel-Design

1.2 Investitionsgüter

    Produktionsmaschinen (Tischkreissäge, Fräse, Papierproduktionsmaschine)
    Elektronische Geräte für den industriellen Einsatz (zum Beispiel Messgeräte)
    Medizintechnik
    (Nutz-)Fahrzeuge (LKW, Omnibusse, Traktoren, Gabelstapler, Hubwagen, Schienenfahrzeuge, etc.) siehe Transportation Design

2. Das Gestalten von Produkten

Das Gestalten von Produkten, das Produktdesign, findet grundsätzlich als Teil der Entwicklung dieser Produkte statt. Der Grad der Designfreiheit, die die Möglichkeit für eine Formfindung eröffnet, ist sehr stark abhängig von der Art des Produkts.

Die Freiheiten eines Designers zur Gestaltfindung sind z.B. bei einer technischen Schiffsschraube nahezu nicht vorhanden. Dort wird die Form ausschließlich durch die Produktanforderungen und die beteiligten Ingenieure festgelegt, so dass für einen Designer dort nichts zu tun gibt. Anders jedoch bei der Gestaltung einer dekorativen Leuchte - je nach Auftrag und Auftraggeber hat dort der Designer fast alle Freiheiten, eigene Gestaltungsideen umzusetzen. Im typischen Designprozess in der Industrie (Konsumgüter und Investitionsgüter)findet der Gestaltungsprozess in Abstimmung mit anderen beteiligten Abteilungen wie der Marktforschung und der Produktionsbereiche statt.

2.1 Designprozess

Der Prozess umfasst zu Beginn eine Zieldefinition oder eine Aufgabenstellung. In Abhängigkeit dieser Aufgabenstellung werden Konzepte erarbeitet, Skizzen zur Konstruktion und zur Gestalt angefertigt, erste Entwürfe als Modelle (in Originalgröße oder als Maßstabsmodell) aufgebaut, oder auch häufig nur als virtuelles Modell im Rechner aufgebaut, von denen dann Ansichten berechnet werden.

Je nach Projekt werden diese dann mittels Marktforschung in Kundenkliniken vorgetestet. Nachdem die Gestaltfindung abgeschlossen ist, wird die Konstruktion als CAD-Modell fertiggestellt. Dieser Prozess findet heute häufig komplett im Rechner statt. Modelle können dann in fast jedem Zwischenschritt über 3D-Drucker erstellt werden.

Anhand von ersten Ideen, Skizzen und Zeichnungen visualisiert der Designer Varianten und Details zum Produkt. Dieser originär kreative Prozess wird auch bei sonst umfangreicher Nutzung des Rechners meist per Hand ausgeführt. Häufig werden die ersten Skizzen dann jedoch schon eingescannt, und mittels Bildbearbeitung für weitere Varianten digital weiterbearbeitet.

3. Analyseaspekte

Ein (Design)-Produkt lässt sich nach seinen Funktionen unterscheiden und analysieren:

    Praktische Funktionen (Funktionalität, Ergonomie, Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit (usability), Benutzerfreundlichkeit, Wartung/Pflege)

    Produktsprachliche Funktionen (sinnliche Funktionen)
        Formalästhetische Funktionen
        Zeichenhafte/semantische Funktionen
            Anzeichenfunktionen (haptische, olfaktorische und akustische Anzeichen)
            Symbolische Funktionen (soziale Aspekte, kulturelle/religiöse Aspekte, Status, Gruppenzwang, Zielgruppen)

    Ökologische Funktion (nachhaltige Entwicklung)
        Lebenszyklus (Haltbarkeit, technische Verfügbarkeit)
            Entsorgung

    Ökonomische Funktion
        Herstellungsaufwand/Komplexität
            Herstellungstechniken
            Anzahl der Fertigungsschritte
            Materialien
            Materialvielfalt/-komplexität
        Transport-/Lageraufwand (Größe, Stapel-/Faltbarkeit, Gewicht usw.)

4. Der Begriff Produktdesign

Industriedesign, Produktdesign oder Produktgestaltung sind Synonyme. Fachbereiche an Fachhochschulen und Hochschulen tragen entsprechende Namen und vergeben nach dem Studium das Diplom (oder Bachelor/Master) "Diplom-Designer" oder "Diplom-Designer (FH)".

Der Begriff Produktdesign ist nicht geschützt. Die Einführung eines Ausbildungsberufes namens "Technischer Produktdesigner" führt somit leicht in die Irre. Dieser entspricht weitestgehend dem bisherigen Beruf des technischen Zeichners und hat nichts mit der gestalterischen Tätigkeit des Produktdesigners zu tun. Dieser Imagetransfer wurde von Designverbänden kritisiert, die eine Verwechslung zwischen Produktdesigner und Technischer Produktdesigner fürchten.

5. Das Berufsbild des Industrie Designers

Das Arbeitsfeld des Industriedesigners hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Zwei Tendenzen befördern maßgeblich diesen Wandel. Eine stark verkürzte Überlebenszeit von Produkten in stark dynamisierten Märkten insbesondere im Konsumenten- aber auch im Investitionsgüterbereich führt zu einer stärkeren Bedeutung des Marketings allgemein und der Produktentwicklungs- und Designstrategien im Speziellen.

Diesem Wandel wird das Design erfolgreich begegnen, wenn es gelingt, Designer mit entsprechenden technischen, analytischen und theoretischen Kenntnissen auszustatten und im Markt zu positionieren. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Planen, Konzipieren und Entwerfen von Produkten. Moderne Technik, innovatives Design und der Erlebniswert für den Menschen sind die Kernthemen des Berufes. Industriedesigner arbeiten heute zudem verstärkt an Schnittstellen zu anderen Disziplinen. Die Verknüpfung von Basisfähigkeiten mit einer wissenschaftlich untermauerten Strategie- und Prozesskompetenz sind heute daher unerlässlich.

6. Verbände

    DDV – Deutscher Designer Verband
    Rat für Formgebung
    VDID - Verband deutscher Industrie Designer

back

Unsere Linkempfehlung

 


468x60_1

 

 

 

Facebook Twitter Wordpress RSS feed

© 2011 by customdesign4u.de

CSS ist valide!

 

Geld-zurück-Garantie 100% Sicherheit Community Seite empfehlen
[Impressum] [AGB] [Vergütungsregeln] [Community Grundsätze] [Treuhandservice] [Nutzungsbedingungen] [Datenschutz] [Widerrufrecht] [Fernabsatzgesetz] [Rechtshinweise] [Links] [Linktausch]